Der Name Sullivans Movie Travels Filmproduktion GmbH ist inspiriert vom US-Filmklassiker Sullivan’s Travels aus dem Jahr 1941. Der Film erzählt die Geschichte des erfolgreichen Komödienregisseurs John L. Sullivan, der genug davon hat, seichte Unterhaltung zu produzieren, und stattdessen endlich einen „wichtigen Film“ drehen möchte – unter dem Arbeitstitel Oh Brother, Where Art Thou? (eine Vorlage für den späteren Filmtitel der Coen-Brüder).
Doch seine Produzenten zweifeln an seiner Fähigkeit, ernsthafte Stoffe umzusetzen. Er habe – anders als sie selbst – keine harte Kindheit erlebt, nichts „Relevantes“ zu erzählen. Sullivan entscheidet sich daraufhin, das „wahre Leben“ kennenzulernen, zieht als Landstreicher durch die USA und begegnet dabei einer Schauspielerin (Veronica Lake), wird ausgeraubt, für tot gehalten und landet schließlich wegen eines Missverständnisses im Arbeitslager.
Erst dort erkennt er, wie wertvoll es ist, Menschen zum Lachen zu bringen – als er sieht, wie selbst Häftlinge in einer trostlosen Situation gemeinsam über eine Komödie lachen können. Diese Erkenntnis wird zum Wendepunkt: Als man ihm erneut anbietet, sein „wichtiges Projekt“ zu realisieren, lehnt er ab und beschließt stattdessen, wieder Komödien zu drehen – Filme, die berühren, ohne zu belehren.
Dieser Film ist nicht nur mein Lieblingsfilm – er steht für eine Filmphilosophie, die mir persönlich sehr nahe ist: Filme sollten nicht entstehen, um persönliche Traumata zu verarbeiten oder um einem anonymen Publikum nach dem Mund zu produzieren. Beides führt entweder zu Überforderung oder Beliebigkeit – und wird schnell vergessen.
Stattdessen glaube ich daran, dass gute Filme genau dann entstehen, wenn man Geschichten erzählt, die man selbst gern im Kino sehen würde. Das macht sie automatisch persönlich – aber auch zugänglich, ehrlich und lebendig. Ich bin überzeugt: Die meisten wirklich originellen und zugleich erfolgreichen Filme folgen genau diesem Ansatz – auch wenn darüber selten gesprochen wird.
Dieser Zugang zur Filmkunst bildet das Fundament all meiner Projekte. Sullivans Entscheidung am Ende des Films – das Lachen der Menschen als echte, wertvolle Verbindung zu sehen – ist für mich mehr als eine Filmszene. Es ist eine Haltung, mit der ich schreibe, inszeniere und produziere.