Filmographie
Ich habe in meinen Kurzfilmen stets versucht, Verfremdung und Einfühlung zu verbinden – im Gegensatz zur heutigen Produzentengeneration, die Brecht oft missversteht und dem deutschen Film damit einen sozialpädagogischen Stempel aufdrückt. Schon früh – insbesondere während meines USA-Aufenthalts nach dem Abitur – habe ich gespürt, dass mit dem deutschen Film seit Mitte der 80er-Jahre etwas nicht stimmt. Dieses Gefühl hat mich durch mein Studium der Filmwissenschaft, Publizistik und Germanistik in Berlin sowie das Aufbaustudium Regie in Hamburg begleitet.
Meine Filme wie Zwei amerikanische Geschichten, FIRST CUT oder All About Alice entstanden immer mit dem Anspruch, das deutsche Kino neu zu denken – so, wie ich es selbst gern im Kino sehen würde. Der Versuch, aus dem gleichnamigen Kurzfilm einen Langfilm zu machen, scheiterte letztlich daran, dass mein Ansatz zu anders war für eine Branche, die oft in routinierten Mustern verharrt.
Deshalb habe ich das Konzept CHUZPE entwickelt – als praktischen Weg zur Internationalisierung des deutschen Films. Ich hätte längst einen belanglosen Debütfilm drehen und in Serienjobs verschwinden können, doch das war nie mein Ziel. Ich will Filme machen, die Trends setzen, überraschen und etwas erzählen, was es so noch nicht gegeben hat – selbst wenn ich damit kein Fernsehen mehr bekomme. Einer muss den Anfang machen.
1986/89, Super 8, 12 min.
Zwei amerikanische Geschichten
Zur Musik des amerikanischen Singer / Songwriter Randy Newman entfalten sich zwei amerikanische Geschichten, die von einem einjährigen Aufenthalt in den USA übrig blieben.
1988, Super 8, 8 min. (Erster Preis der Landesbildstelle Hessen).
Goko oder das tote Schaf
Der beschwerliche Weg eines Kaugummis durch die groĂźe Stadt, bevor es endlich in den Himmel kommt.
1989, 16mm, 6 min.
Selber Ort selbe Zeit
Die Geschichte eines Blind Date, welches mindestens die Erkennungszeichen zusammenfĂĽhrt.
1994, 16mm, 15 min., engl. UT.
FIRST CUT - oder wo ist der Abspann?
Ein Regieassistent und ein Cutterassistent werden in einen Schneideraum geschickt, um einen verloren gegangenen Abspann zu finden. Rolle um Rolle arbeiten sie sich durch eigenartige Filmszenen durch, wobei sie immer wieder von desorientierten Filmförderungskommissionsmitgliedern gestört werden. Im Endeffekt werden sie mit sich selbst konfrontiert und ihre Ebenbilder behaupten plötzlich sogar, sie wüssten, wo der gesuchte Abspann ist.....
1995, 16mm, 3 min., engl. UT.
Der nur experimentell narrative deutsche Film
Eine Experimentalfilmverarschung des an Publikum und Preisen vorbei produzierenden "prätentiösen deutschen Filmrealismus", der höchstens experimentell narrativ ist - aber dafür wichtig!
Festivals: RĂĽsselsheim, Weiterstadt, Turin, LĂĽnen, Wiesbaden, Mainz etc.
Blow up auf 35mm als Eröffnungsfilm für das Max Ophüls -Festival 1996 in Saarbrücken, Dresden, Valencia, Heidelberg, Osnabrück, Utrecht, Emden, Amsterdam, Münster....etc.
1996, 16mm, 6 min., engl. UT.
Ein perfekter Mord
Ein Killer, ein Polizist, eine blinde Polizistengattin, die gerne Fahrrad fährt und eine Domina. Einer von ihnen hat den perfekten Mord geplant und benutzt alle anderen. Am Ende hat derjenige nur einen einzigen Fehler gemacht. Er hat nicht mit der Dummheit seines Komplizen gerechnet. Ein Zauberlehrling findet zufällig diesen einzigen Fehler. Doch da ist es schon zu spät. So endet es, wie es enden muß und der Mord wird so erst wirklich perfekt. Im Schwarz.
1997, Digibeta/35mm, 14 min.
Die verrĂĽckte Nacht
Hermann Katelbach und seine Frau haben sich auseinander gelebt, während das französische Au-pair-Mädchen ihren deutschen Freund zu frivolen Spielchen anstiftet. Als Mona Katelbach ihn für einen Einbrecher hält und ihren müden Mann zwingt, nachzusehen, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Aber anders als die Katelbachs sich dies je zu träumen gewagt hätten.
Festivals: Filmfest Hamburg...etc.
Faz auf 35mm fĂĽr das Max OphĂĽls-Festival 1998 in SaarbrĂĽcken (Wettbewerb)....etc.
1998/ 1999, Super 16mm > 35mm, 33 min., Diplomfilm
All About Alice
Chris und Alice gehen beide auf die Dreißig zu. Sie kennen sich schon aus dem Sandkasten. Alice hat, durch die Jahre, den tolpatschigen Chris immer vor den Konsequenzen der Katastrophen, die er verursachte, bewahren können. Doch als Chris von einem blinden Blumenmädchen erfahren muß, dass er Alice immer schon geliebt haben muß, offenbart Alice ihm plötzlich, bald mit dem spanischen Torero Rudolfo Rodriguez für immer nach Spanien auszuwandern. Für Chris ist dies ein schwerer Schock. Als dann jedoch ein weiterer Spanier tot in Chris' Wohnung liegt, muß Alice Chris ein letztes Mal helfen. Dieses letzte Mal soll alles zwischen ihnen verändern.
2000/01, 35mm, 2 min.
Die Herausforderung des Säugetiers
Am 14. Oktober im Jahre 2000 gelang dem Boxer Wladimir Klitschko "Die Rache des Bruders" indem er Chris Byrd vermöbelte und so seinen Bruder Vitali rächte. Doch jetzt lauert in den Untiefen des Box-Universums ein viel gefährlicherer Gegner auf Klitschko. Es wartet "Die Herausforderung des Säugetiers".
Festivals: Max Ophüls-Festival 2001 in Saarbrücken (Eröffnungsfilm), Dresden, Bamberg, Emden, Weiterstadt, Interfilm Berlin, Lünen, Soest, Thalmässing, Verden ....etc.
2001/02, 35mm, 4 min. engl., frz. UT, mono optical sound
Die sogenannte Bouillabaisse
Eine Robbe singt ihre etwas eigenartige Version der französischen Nationalhymne! Wieder ein deutscher Film, der sicher nicht in Cannes laufen wird! Aber auch auf keinem anderen Festival.
Festivals: Soest ....etc.
2003, 35mm, 3:22 min.
Das Vorsprechen
Sie hatte ihn, um etwas einfaches gebeten. Doch er „kriegt es einfach nicht hin“.
„Das Vorsprechen“ scheint zu scheitern. Er scheint sich bei ihr umsonst beworben zu haben! Oder war alles nur Schein?
2003, 35mm, 3:22 min.
Das Vorsprechen
Sie hatte ihn, um etwas einfaches gebeten. Doch er „kriegt es einfach nicht hin“.
„Das Vorsprechen“ scheint zu scheitern. Er scheint sich bei ihr umsonst beworben zu haben! Oder war alles nur Schein?
2007
wurde Frank-Peter Lenze
Frank Peter Lenze wurde 2008 von Wüste Film Hamburg als einer von zehn Regisseuren für das Projekt „Geschichten aus der Pfandleihe“ ausgewählt. Sein Kurzfilm „Der Pfandlaie“ war der erfolgreichste der Reihe – mit mehr Festivalteilnahmen und Auszeichnungen als alle anderen zusammen. Trotzdem erhielt Lenze nicht die angekündigte Chance auf einen Langfilm.
Für ihn zeigte sich schnell: Ein origineller, humorvoller Film war mit Wüste Film nicht realisierbar. Ideologische Vorbehalte gegenüber kommerziellem Erfolg standen im Weg – ein Problem, das Lenze als typisch für das deutsche Filmsystem, besonders in Hamburg, sieht. Er kritisiert, dass Fatih Akin nach seinem Weggang mit „Soul Kitchen“ sofort erfolgreich war, während Wüste Film trotz hoher Fördergelder keinen Kinohit mehr landete. Die deutsche Angst vor Kommerzialität sei bis heute ein ungelöstes Tabu – auch in vermeintlich fortschrittlichen Kreisen.
2007, HD > 35mm, 5 min., engl. UT.
Der Pfandlaie
Ein junger Mann kommt in eine Pfandleihe gestürmt. Er ist außer Atem und in großer Not. "Er braucht dringend 200 €. Es geht für ihn um Leben und Tod!" Stolz, aber darin ungeübt, präsentiert er dem Pfandleiher seine "Schätze". Plötzlich betritt eine Domina die Pfandleihe. Sie legt 2000 € auf die Theke und der junge Mann muss erfahren, dass in dieser Pfandleihe anscheinend mit zweierlei Maß gemessen wird und nicht alle Menschen gleich sind. Denn plötzlich ist alles anders, als es zuerst schien!
Festivals: Max OphĂĽls-Festival 2008 in SaarbrĂĽcken, Grenzlandfilmtage Selb 2008 (2. Publikumspreis), Filmfest Emden 2008, San Diego Film Festival 2008, Oldenburg 2008, Toronto 2009, Phoenix Film Festival 2009, Grenzlandfilmtage Selb 2009 (Retrospektive FP Lenze), Downtown Film Festival New York 2009 (Honorable Mention), Newport Beach Film Festival 2009, Porn Filmfestival Berlin 2009, Fetisch Film Festival Kiel 2009, Cine Kink Film Festival New York 2009,Tagouf-Festival Lausanne 2010, Cine Kink-tour: Las Vegas 2010, Portland 2010, Los Angeles 2010, Chicago 2010, Washington D.C. 2010.
2009, DigiBeta, 12 min., Deutschland
A drop of RAIN
Ein junger Mann kommt in eine Pfandleihe gestürmt. Er ist außer Atem und in großer Not. "Er braucht dringend 200 €. Es geht für ihn um Leben und Tod!" Stolz, aber darin ungeübt, präsentiert er dem Pfandleiher seine "Schätze". Plötzlich betritt eine Domina die Pfandleihe. Sie legt 2000 € auf die Theke und der junge Mann muss erfahren, dass in dieser Pfandleihe anscheinend mit zweierlei Maß gemessen wird und nicht alle Menschen gleich sind. Denn plötzlich ist alles anders, als es zuerst schien!
Festivals: Max OphĂĽls-Festival 2008 in SaarbrĂĽcken, Grenzlandfilmtage Selb 2008 (2. Publikumspreis), Filmfest Emden 2008, San Diego Film Festival 2008, Oldenburg 2008, Toronto 2009, Phoenix Film Festival 2009, Grenzlandfilmtage Selb 2009 (Retrospektive FP Lenze), Downtown Film Festival New York 2009 (Honorable Mention), Newport Beach Film Festival 2009, Porn Filmfestival Berlin 2009, Fetisch Film Festival Kiel 2009, Cine Kink Film Festival New York 2009,Tagouf-Festival Lausanne 2010, Cine Kink-tour: Las Vegas 2010, Portland 2010, Los Angeles 2010, Chicago 2010, Washington D.C. 2010.
I think it's going to rain today erzählt von dem erfolglosen Bauchredner BEN BARTOSCHEK, der an der Schizophrenie des "anarchistischen Arms" leidet, der seine Handpuppe BÄRTRAM, eine Mischung aus Stoffhamster und Bär führt. In dieser Szene kommt Ben nachhause und muss sich gegen seinen anarchistischen Arm, durch das Treppenhaus in seine Wohnung kämpfen, während sein anarchistischer Arm versucht, ihn daran zu hindern. In seiner Wohnung wartet seine, den Kampf kommentierende Handpuppe Bärtram, die den Arm kontrollieren könnte, aber sich strikt weigert bei Regenwetter aus dem Haus zu gehen!
Raining in Baltimore handelt von der Studentin ANNA-MARIE GREWE, die sehnsüchtig auf die Rückkehr ihres Freundes wartet, der ein ganzes Jahr in den USA, in Baltimore, gearbeitet hat. Als sie von ihrem Freund dann einen Anruf erhält, in dem er ihr mitteilt, er würde für immer in Baltimore bleiben, er habe jemanden kennen gelernt, verlässt Anna - Marie jeglicher Lebenswille und sie entscheidet sich, sich selbst zu töten. Im Regen.
Ain't gonna rain anymore erzählt von der sechsjährigen EMMA FILBINGER, die an diesem Abend in der Villa ihrer Eltern am Wannsee von einem Kindermädchen betreut werden sollte, da ihre Eltern ins Theater wollen. Als das Kindermädchen nicht kommt, fahren ihre Eltern ins Theater. Kurze Zeit später dringt der sogenannte "Regenmörder" ins Haus ein. Emma muss schließlich in den Regen fliehen.
a little rain erzählt eigentlich von dem Kleinkriminellen BURKHARD GOOSEN (32), der einen Auftrag für den Boss der Berliner Russenmafia verhauen hat! Doch in dieser Szene versucht die erste der Auftragskillerinnen, die hinter Burkhard her ist, heraus zu finden, wo Burkhard sich versteckt. Sie foltert daher Burkhards besten Freund Bennie Brecker mit Ihrer perfiden "Alkoholfolter"! Da Bennie jedoch Burkhard nicht verraten will, muss er sterben.
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